HemaPräsenz

Hierzu möchte ich übersichtlicher erklären als vorgesehen, da alles im direkten Zusammenhang steht. Durch E-Mail Kontakte weiss ich, dass oft kurze Erklärungen durchaus ein teueres Fachbuch ersetzen können weil kein Bedarf an tieferem Wissen besteht.
Auch dann - wenn die Werbung mal wieder voll zugeschlagen hat, weil doch alles so kinderleicht zu verstehen ist.
Die Farbtiefe, besser bekannt vielleicht als Bit-Auflösung, enthält die Farbinformationen eines Bildes.
In einem RGB-Bild können 16.7 Millionen Farben gleichzeitig dargestellt werden. Am Monitor kann allerdings nur das angezeigt werden was der Monitor bzw. die Grafikkarte kann.
Pixel mit Farbtiefe = 1: 2 mögliche Farbwerte, Weiss und Schwarz
Pixel mit Farbtiefe = 2: 4 mögliche Farbwerte, Graustufen
Pixel mit Farbtiefe = 3: 8 mögliche Farbwerte, Graustufen
Pixel mit Farbtiefe = 4: 16 mögliche Farbwerte, Graustufen
Pixel mit Farbtiefe = 5: 32 mögliche Farbwerte, Graustufen
Pixel mit Farbtiefe = 6: 64 mögliche Farbwerte, Graustufen
Pixel mit Farbtiefe = 7: 128 mögliche Farbwerte, Graustufen
Pixel mit Farbtiefe = 8: 256 mögliche Farb-Werte
Pixel mit Farbtiefe = 16: 65536 mögliche Farb-Werte
Pixel mit Farbtiefe = 24: 16,7 Millionen mögliche Farb-Werte
Pixel mit Farbtiefe = 30: 1 Milliarde mögliche Farb-Werte
Pixel mit Farbtiefe = 36: 68 Milliarden mögliche Farb-Werte
Zu beachten ist auch der Speicherverbrauch: Bei einer Farbtiefe von 32 Bit (CMYK) ist dieser 4 (vier) mal höher als bei bei einer Datei mit nur 8 Bit (z.B. GIF).
Die möglichen Pixel mit einer Farbtiefe von 32 für ein CMYK-Bild werden nur von hochwertigen Programmen zur Bildbearbeitung (Farbseparation für Vierfarbdruck) unterstützt.
In der Regel enthalten RGB-, Graustufen- und CMYK-Bilder 8 Datenbits pro Kanal.
Bei nun drei Farb-Kanälen in einem RGB-Bild entspricht das einer RGB-Farbtiefe von 24 Bit = 8 Bit x 3 Kanälen (umgangssprachlich auch als True-Color bekannt). Ebenso einer Grafikstufen-Farbtiefe von 8 Bit = 8 Bit x 1 Kanal.
Und bei einer CMYK-Farbtiefe von 32 Bit = 8 Bit x 4 Kanälen.
Der RGB-Modus ist im Normalfall die Grundlage um Bilddateien vielfältig zu bearbeiten. Manche Bearbeitungen, Filterung z.B., sind nur in diesem True-Color-Modus, in welchem auch Digitalkameras als Basis abspeichern, möglich.
Seit dem Jahre 2003 sind Digitalkameras (obwohl im Vergleich noch teuer) zum Massenprodukt geworden. Steht Computer-Hardware im Haushalt, gehört immer mehr auch ein billigster Flachbett-Scanner dazu. Diese basieren, wie auch alle Monitore, auf den RGB-Modus. Siehe dazu auch Additive Farbmischung.
Im normalen und privaten Umfeld kommt ein Nutzer damit nicht in Berührung. Es ist also nicht nötig ein Bild, welches ja im RGB-Modus durchgängig bearbeitet wird, anschliessend nach CMYK, der Subtraktiven Farbmischung zu konvertieren.
Normale Farbdrucken sorgen intern mehr oder weniger gut dafür, dass ein am Monitor entstandenes Werk so aussieht wie es sich der Anwender wünscht.
Dazu Hinweise auch unter Kalibrierung Monitor. Leider kann ich da, mangels eigener Erfahrungen und Infos, auf die Monitoranpassung in Verbindung z.B. mit einem Bildbearbeitungsprogramm und dessen Farbmanagement nicht näher eingehen.
Steht ein gutes Programm zur digitalen Bildbearbeitung zur Verfügung, so können Sie bei Interesse ja mal eine Bildkopie des Originals (um aus Unachtsamkeit nichts zu verderben) nach CMYK konvertieren. Seien Sie über das Ergebnis aber ggf. nicht enttäuscht. Warum? Sie arbeiten vermutlich nicht in einer Profiumgebung.
Farbseparation ist die Fachbezeichnung für die Umwandlung von RGB nach CMYK. Was Fachleuten bekannt ist: Dieser Vorgang sollte nur einmal, also am Ende aller Bearbeitungsvorgänge geschehen, weil mehrmaliges Separieren Qualität kostet.
Lediglich von CMYK nach Lab ist dieser Qualitätsverlust kaum erkennbar. Zumindest sagen das Fachleute, ich habe dazu keine Erfahrungen.
Unter CMYK nichtdruckbare Farben, das sind im RGB- bzw. auch Lab-Modus zu stark gesättigte Farben, werden von einem guten Programm erkannt und können entfernt werden.
Haben Sie im Zusammenhang mit CMYK und der Druckvorstufe einmal etwas über Überfüllung gelesen?
Damit ist gemeint, dass im Bildbearbeitungsprogramm eingestellt werden kann, um wie viele Pixel einander berührende Farbflächen überdruckt werden sollen. Dieses Überdrucken soll verhindern, wenn beim Drucken die Druckfilme nicht passgenau eingesetzt wurden. Es sind u.U. weisse Kanten zwischen den Farbflächen zu sehen, sogenannte Blitzer.
Wünschenswert kann das z.B. beim Export sein wenn nur 8-Bit unterstützt werden. Auf jeden Fall besteht ein RGB-Bild wenn es zum indizierten Farbbild konvertiert wird, nur noch aus 256 Farben. Diese Farben sind innerhalb des Bildes gespeichert.
Die zunehmende Nutzung und Angebote im WWW profitieren davon, weil ja durch die nur 256 Farben die Dateigrösse auf ein Drittel sinkt. Wie auch beim GIF-Format, reicht das für plakative Farben völlig aus.
Das Lab-Farbmodell ist geräteunabhängig. Es schliesst den Farbraum von CMYK und RGB ein.
L - steht für Luminanz (Helligkeit)
a - steht für die Farbkanäle Grün bis Magenta
b - steht für die Farbkanäle Blau bis Gelb
Bildbearbeitungsprogramme nutzen i.d. Regel bei der Umwandlung von RGB nach CMYK den Lab-Modus.
Diesem Modus fehlen die Farbkanäle. Wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, können die 256 möglichen Graustufen ein Halbtonbild erzeugen. Vom Tonwert 255 = Weiss bis zum Tonwert 0 = Schwarz, belegt eine solche Bild-Datei nur ein drittel Speicherplatz gegenüber einer Datei im RGB-Modus.
Beim Graustufenbild haben Sie einige Möglichkeiten das Bild aufzuwerten. I.d. Regel muss es dazu aber nach RGB gewandelt werden und belegt auch den Speicherplatz in diesem Modus.
Wird ein Farbbild in Graustufen umgewandelt, so werden i.d. Regel die Farbinformationen entfernt. Möglichkeiten haben Sie, je nach Programm das zur Verfügung steht, wenn Farbkanäle einzeln oder kombiniert bearbeitet werden. Vergleichbar ist das mit dem Einsatz von Farbfiltern in der Schwarz-Weiss-Fotografie.
Nur den im Programm zur Bildbearbeitung vorhandenen Befehl, "in Graustufen umwandeln", bringt keine optimalen bzw. bildverbessernde Ergebnisse.
Auch dieser Modus, mit nur den beiden Tonwerten "Weiss und Schwarz", hat seine Berechtigung. Voraussetzung ist allerdings, dass die Bilddatei im Graustufen-Modus vorliegt. Nachteilig ist vielleicht auch, dass eine Scalierung der Abmessungen nur möglich ist, wenn die Datei nicht gerastert und per Schwellenwert erzeugt wurde. Je nach Einstellung können mit dem Schwellenwert alle Zwischentöne entfernt werden. Das Ergebnis ist dann die pure Strichgrafik, bestehend aus Weiss und Schwarz. Bezüglich der Anwendung der Schwellenwert-Methode verweise ich auf das eingesetzte Programm zur Bildbearbeitung.
Die Vorteile liegen auf der Hand, wenn Sie z.B. einen Laser/LED-Drucker nutzen wollen und von vornherein die Hardwareauflösung des Druckers der eingesetzt wird, kennen.
Wichtig ist bei allem Gesagten noch zu wissen, wo lesen Sie das schon explizit, dass Drucker ohnehin keinen zu 100 Prozent Farbwert von 0 = Schwarz oder 255 = Weiss bewältigen kann, auch nicht unter CMYK. Wie Sie selbst vertiefend recherchieren können, geht man in der Druckbranche davon aus, dass zwischen 3 bis 5 Prozent der Endwerte akzeptabel sind.
Eine praktikable Schlussfolgerung daraus ist, dass Sie bereits am Monitor die Werte für den Tonwertumfang kontrollieren und berücksichtigen. Achtung! Ohne einen kalibrierten Monitor bringt das leider keine Vorabbearbeitung.
Die Duplex-Bilddateien bestehen aus einer oder mehreren Druckfarben, wobei die Farben nicht die Farbtöne sonder Helligkeitswerte übernehmen.
Das Besondere ist hier, neben noch anderen Möglichkeiten, dass ein Bild in einem bestimmten Farbton hergestellt werden kann. Als Beispiel wir oft eine Sepia-Tönung genannt, womit unter Hilfe von Filtern (z.B. Risse oder Knittern) alte vergilbte Fotos nachempfunden werden können. Duplex bietet viel mehr Möglichkeiten als z.B. ein Graustufenbild nur irgendwie im Farbton zu verändern, zu tönen.
Obwohl der Duplex-Modus auch beim CMYK-Druck Vorteile ausspielen kann, ist es allerdings kein weiterer Grund sich dieses Profi-Programm anzuschaffen.
Leider hier auch wieder die Tendenz bei manchen Anwendern zu glauben, dass mit einem solchen Programm alle Arbeit einfacher und leichter ist. Nein - nur mit immensem Lernaufwand kann solch ein Programm effektiv eingesetzt werden. "... da habe ich mir extra Photoshop® angeschafft und weiss immer noch nicht wie ich das machen soll" ist oft zu hören und zu lesen.
- hs -
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Letzte Änderung: 04/07/2010 - 12:15 Uhr